Die Sache mit den „3D“

Achtest du sie, werden sie dein Training erfolgreich machen.
Ignorierst du sie, legen sie dir viele Stolpersteine in den Weg!

3-d.jpg

Die „3D“ begegnen dir in jedem Training. Der Begriff selbst stammt  aus dem Englischen und steht für

  • Distance (Distanz)
  • Duration (Dauer)
  • Distraction (Ablenkung)

Die Distanz definiert den Abstand, den dein Hund zu dir oder einem Auslöser aufweist.
Für das Training gilt:

  • Die Distanz zu dir wird im Verlaufe des Trainings langsam vergrössert 
  • Die Distanz zu einem Auslöser wird im Verlaufe des Trainings langsam verkleinert

Die Dauer gibt an

  • wie lange dein Hund eine Übung ausführt
  • wie lange ihr trainiert
  • bzw. wie viele Wiederholungen/Begegnungen es geben soll

Zur Distraction (Ablenkung) gehört Alles, was die Konzentration deines Hundes von der Übung ablenkt.

Das können andere Hunde, Menschen, aber auch Gerüche und Befindlichkeiten deines Hundes (Stress, Freude, Unsicherheit, Schmerzen..) sein.

Leider lassen sich diese im Alltag nicht immer kontrollieren. Denn plötzlich taucht von irgendwoher ein Hund auf oder ein Auto hat eine Fehlzündung. Deshalb behalte deine Umgebung immer im Auge und verringere in einem solchen Fall die Anforderungen bei den anderen Kriterien.

Aber auch die Tagesform deines Hundes ist nicht immer gleich. Da kann heute etwas eine Ablenkung sein was gestern kaum wahrgenommen wurde.

******

Du, dein Hund und die „3D“

Mit dem Wissen um die „3D“ ist es nicht getan. Erst in Verbindung mit den folgenden Regeln wirst du erleben wie viel schneller dein Hund neue Aufgaben lernt:

  • Lege für jede Trainingseinheit fest, welches „D“ im Fokus stehen soll
  • Erhöhe anschliessend im Training nur die Anforderungen an dieses Kriterium
  • Mach dafür deinem Hund die anderen beiden „D“ so leicht wie möglich

Wenn also dein nächstes Trainingsziel lautet, dass dein Hund das längere Sitzenbleiben lernen soll, dann achte darauf, dass du in diesem Trainingsschritt die Distanz und die Ablenkung so klein wie möglichst hältst.

Im nächsten Training ist es vielleicht die Ablenkung, die du steigern möchtest. Dafür werden Dauer und Distanz so gering wie möglich gehalten.

Und erst, wenn jedes „D“ für sich alleine klappt, kannst du beginnen, sie zu kombinieren. Beginne aber auch hier erst mit 2 bevor dann alle 3 zusammen genommen werden.

Das wird nicht nur deinem Hund das Training leichter machen sondern auch dir. Denn auch du musst dich nur auf dieses eine Verhalten konzentrieren und belohnen.

Lass es mich an diesem Beispiel erläutern:
Du entfernst dich 5 Schritte von deinem Hund – und er bleibt sitzen.

Nun wartest du noch 5 Sekunden bevor du wieder zu ihm zurückkehrst – er steht aber bereits nach 3 Sekunden auf.

Was willst du nun tun?
Ihn dafür belohnen, dass er Sitzen geblieben bist, obwohl du dich 5 Schritte entfernt hast?
Oder ihn dafür bestrafen*, dass du ihn mit der gleichzeitigen Erhöhung von 2 Kriterien überfordert hast?
                    * Nur schon das Vorenthalten des Leckerchens ist eine Strafe für deinen Hund

Deshalb arbeite immer nur an einem „D“! Und die „3D“ werden zu deinem Freund und Helfer im Training. 

© 2019 –  Teamschule – Monika Oberli

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s