Die Belohnungs-Hierarchie deines Hundes

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Überleg dir Zuhause in aller Ruhe womit du deinen Hund belohnen kannst.

Sei dabei kreativ, es muss nicht immer nur das Leckerchen sein! Denn mindestens so toll sind für deinen Hund vielleicht Kontakte zu anderen Hunden, ein ausgelassenes Spiel mit dir oder das Buddeln nach Mäusen.

Schreib dir aber auch Belohnungen auf, die du nicht verwenden würdest, dein Hund aber megatoll find wie z.B. Krähen jagen, sich im Dreck wälzen, Kot fressen…. Denn dann weisst du auch gleich, was die grösste Versuchung für ihn wäre.

Wenn du möchtest, kannst du die gefundenen Belohnungen noch weiter unterteilen, indem du sie Kategorien wie Fressbares, Spiel, Sozialkontakte (mit dir oder anderen) und Hundesachen (wie Buddeln, Schnüffeln, Wälzen. Baden…) zuordnest. Vielleicht kommen dir dann gleich noch Weitere in den Sinn.

Ordne anschliessend die gefundenen Belohnungsmöglichkeiten nach der Wichtigkeit für deinen Hund.

Hier eine solche Beispielsliste

1. Katzen jagen (= Prio 1)
2. Kot fressen
3. Schwimmen
4. Distanzvergrösserung bei „gefährlichen“ Sachen
5.Distanzverringerung bei tollen Sachen
6. Buddeln
7. Im Wald schnüffeln
8. Zerkauen von Ästen
9. An Hundemarkierungen schnüffeln
10. Zerrspiel mit dem Besitzer
11. Rennspiel mit dem Besitzer
12. Dem Ball nachjagen
13. Im Gras schnüffeln
14. Spiel mit dem Besitzer
15. Verfolgen und fressen eines rollenden Leckerchens
16. Versteckte Leckerchen suchen
17. Fangen eines fliegenden Leckerchens
18. Fressen eines Kauartikels
19. Fressen eines Käsestückchens
20. Fressen eines Trockenleckerchens
21. Aufmerksamkeit des Besitzers
22. Streicheleinheiten
23. Lob

Diese Liste muss nicht zwingend hier zu Ende sein. Je mehr Belohnungsmöglichkeiten du hast, desto abwechslungsreicher und spannender wird euer Training.

Diese Prioritätenliste ist auch nicht statisch. So kann Zuhause ein einfaches Käsestückchen genauso hochwertig sein wie draussen das Spiel mit anderen Hunden. Hingegen wird ein trockenes Gudi kaum ausreichen, um mit den lecker riechenden Hinterlassenschaften einer Katze mithalten zu können. Auch kann sich die Priorisierung im Laufe der Zeit und mit dem Alter des Hundes verändern.

***

Du hast nun eine (oder mehrere) Listen mit tollen Belohnungsmöglichkeiten für deinen Hund. Nutze Sie, um deinen Hund der Situation, Leistung und dem Ausbildungsstand entsprechend zu belohnen:
Je höher die Anforderung gemessen am aktuellen Ausbildungsstand desto hochwertiger muss die Belohnung sein. Und umgekehrt.

Belohnst du aber ein Verhalten nie mehr, so wird es dein Hund irgendwann auch kaum mehr oder mit wenig Begeisterung zeigen.

Aus diesem Grund belohne hochwertig und situativ, wenn du ein Verhalten deines Hundes verändern willst und belohne ihn auch später immer mal wieder für ein Verhalten, welches er bereits kann.

Mehr dazu hier:

 

(c) 2017 TeamSchule – Monika Oberli

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Ein Gedanke zu “Die Belohnungs-Hierarchie deines Hundes

  1. Pingback: Sei achtsam auf das Gute | TeamSchule - Mensch und Hund

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